Wohnmobil-Verkauf

WIR VERKAUFEN DAS WOHNMOBIL

Mit der Korrosion an der Landstrom-Steckdose bzw. am Stecker des Landstromkabels neigte sich (zusammen mit dem Stockfleckenhimmel im Aufstellschlafdach nach dem Rausholen des Fahrzeugs aus dem „Winterschlaf“)) die Diskussion über Vor- und Nachteile des Womourlaubs 70:30 zugunsten des Verkaufs in diesem Frühjahr.

Pro Womo: wir erhalten uns geistig jung durch die viele Organisiererei. Wir können prima Urlaub mit zwei kleinen Hunden haben. Wir können uns sehr flexibel nach den Wettergegebenheiten richten.

Pro Ferienwohnung-Urlaub: Keine ständigen Reparaturen und Fahrtbehinderungen, mehr flexiblen Platz (auch gerade bei schlechtem Wetter) als im engen Womo, ganzjährig geheizt nutzbar, frühzeitige Buchungsnotwendigkeit gut mit Deutschkurs für Ukrainer vereinbar.

Natürlich spricht auch einiges gegen den Verkauf: schwierig wegen Unfallschaden und Stockflecken verkaufbar.

Pro Verkauf: Strom-Pkw upgradebar (Tesla, Renault, Buzz?) und damit besseres Umweltverhalten als Diesel-Womo beibehalten. Wenn Verkauf dann jetziger Zeitraum.

Verkaufsprobleme: Unfall-Reparatur, Stockflecken, Riss in Zeltwand Aufstelldach – andererseits guter Verkaufszeitraum, Preisentwicklung im Womomarkt, viele gute Installationen (Zubehör, MultimediaNavi).

Man sieht an den Einträgen in den Absätzen: ein ziemlich chaotisches Für und Wider Verkauf. Aber so sind manchmal die Gedanken.

Wie hatte ich am Ende unserer letzten Tour-Beschreibung geschrieben? „Weil das Reisen seit der Wackelkontakt-Reparatur eigentlich ganz gut trotz kalter Nächte geklappt hat, sind mir ein paar Zweifel gekommen, ob denn der Womoverkauf in Anbetracht des Unfallschadens, der Stockflecken und einem noch ungeklärten Wasserleitungsleck sowie der vielen Investitionen/Reparaturen (Mediacenter, Keilriemenersatz) so sinnvoll ist bzw. überhaupt die gewünschte Mindestverkaufssumme von 40.000 € auf unkomplizierte Weise bringt.“

Wenn man bei Google „Wohnmobil verkaufen“ eingibt, ploppen gleich mehrere Agenturen auf, die Wohnmobile unkompliziert ankaufen – eine macht sogar Werbung mit Boris Becker. Die hatte sich nicht zurück gemeldet, eine andere schon, die sogar in unserer Ostfriesen-Zeitung eine Kleinanzeige geschaltet hatte:

Und dann ging in der Tat mit denen alles sehr schnell.

WOHNMOBIL KURZERHAND VERKAUFT BEKOMMEN

Wir haben gestern unser Wohnmobil in einem nur 3-stündigen Prozess verkauft bekommen. Allerdings für mehrere Tausend Euro weniger als unser Wunschpreis betrug – dafür ruckzuck ohne viele Besichtigungstermine und stundenlange Preisverhandlungen mit Privatkäufern. Ein höherer Erlös war bei diesem Ankäufer „Wohnmobil-Center Am Wasserturm“ nicht zu erzielen. Der hauptsächliche Wertverlust (52.000 war der Kaufpreis 2016) ergibt sich nicht durch Alter und Abnutzung unseres Fahrzeugs, sondern durch den Kasko-Schaden (Dez.2019 gegen Poller am Parkplatz Zeughausstraße in Köln gefahren, Seitenwand links musste ersetzt werden) und durch die hartnäckigen Schimmel-/Stockflecken am Aufstelldachhimmel.

Nach dem Ausfüllen eines Ankaufformulars im Web, offerierte die Ankauffirma (die übrigens auch in der OZ inserierte) gleich am Sonntagabend telefonisch 40 bis 42 T€ und eine Besichtigung am nächsten Tag. Ein Außendienstmitarbeiter kam pünktlich, machte Fotos und nach Preisverhandlungen und Rücksprache erfolgte schließlich die Einigung und Unterzeichnung des Kaufvertrages sowie die Blitzüberweisung der ganzen Ankaufsumme auf unser Konto und daraufhin die Übergabe des Fahrzeugbriefs. Das Womo wurde in den nächsten Tagen abgeholt. Unbürokratischer geht es für uns nicht, den Rest erledigt die Firma.

Für uns war der schnelle Verkauf eine Erleichterung.

Andererseits war es auch ein emotionaler Abschied von einer Urlaubsform, die uns in den 8 Jahren viel positiv und negativ (Reparaturen, Streits) auf Trab gehalten hat, was ja vielleicht auch unseren Alterungsprozess verlangsamt hat. Künftige Urlaube werden wohl mit stärker zu planenden Hotel- und Ferienhausaufenthalten etwas bequemer stattfinden.

Theoretisch könnten wir zwar auch ein neues, vielleicht weniger reparaturanfälliges Womo kaufen, aber dafür müssten wir einen erheblichen Teil unserer Alterspflegerücklagen einsetzen, was wir wohl nicht wollen.

Wahrscheinlich war das nun der letzte Blogeintrag auf dieser Webseite!

Tschüß.